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Demenzcafé

Das Projekt dient dem Aufbau eines musiktherapeutischen Betreuungsangebots in Ludwigshafen für Menschen mit Demenz. Das Angebot ist als gemeindenahes, niederschwelliges Gruppenangebot für ältere Menschen mit leichter bis mittelschwerer Demenz angedacht.

Was erforschen wir?

In Deutschland ist mit einem Anstieg der Anzahlen der an Demenz erkrankten Personen auf voraussichtlich 3 Millionen im Jahr 2050 zu rechnen. Die derzeitigen medizinischen Behandlungsmöglichkeiten können den Verlauf einer Demenz nur in einem sehr bescheidenen Ausmaß positiv beeinflussen. Nicht-medikamentösen, psychosozialen Therapieangeboten kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Musiktherapie spielt dabei eine große Rolle. Trotz des zunehmenden Zerfalls von Kognition und Sprache haben Menschen auch mit hochgradiger Demenz oft einen sehr guten Zugang zu Musik: Sie erkennen Melodien altbekannter Lieder und zeigen dann nicht selten ein erstaunliches Gedächtnisvermögen für Text, Sinn- und Bedeutungszusammenhänge und persönliche Erinnerungen. Hier setzt das musiktherapeutische Projekt an. Ziel des Projekts ist es ein singtherapeutisches Angebot für Menschen mit Demenz zu schaffen.

Mit wem machen wir das?

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Seniorenstätten in Ludwigshafen wie dem Senioren Tages Treffpunkt Ludwigshafen & dem Dr. Hans Bardens Haus Ludwigshafen realisiert.

Wie machen wir das?

Die Diagnose einer Demenz stellt jedoch eine große Herausforderung für die Betroffenen und ihre Angehörigen dar und verlangt nach einer langfristigen psychosozialen Anbindung. In Musikkreisen können die Betroffenen ihre noch vorhandenen Fähigkeiten erleben, sozialer Isolation und Depressivität kann entgegengewirkt werden. Nicht nur die (zerfallenden) kognitiven, sondern auch die (bis zuletzt vorhandenen) emotionalen Ressourcen werden erhalten. Mit dem Erhalt dieser Ressourcen wird präventiv dem Fortschreiten der Erkrankung entgegengewirkt und Lebensqualität gefördert. Die pflegenden Angehörigen erfahren durch die Anbindung an eine geriatrische Einrichtung Entlastung und im Bedarfsfall weiterführende Unterstützung.

Wer macht das?

Zur Durchführung des Projekts wurde ein interdisziplinäres Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Hillecke in Zusammenarbeit mit der Musiktherapeutischen Lehrambulanz unter der Leitung von Prof. Dr. von Moreau gegründet.

Wir machen Studierende mit?

In der Zeit von Oktober 2015 bis März 2016 wurde das Projekt von einem studentischen Assistenten des Bachelor-Studiengangs Musiktherapie der SRH Hochschule Heidelberg begleitet und diente dem Studierenden als Baustein für seine klinische Kompetenzentwicklung. Ebenso wird das Projekt seit Oktober 2015 wissenschaftlich begleitet. Da eine Befragung von Betroffenen zu aufwändig und im Alltag nur unter erheblichem Mehraufwand für ohnehin belastete Angehörige oder Pflegepersonal nicht realisierbar erscheint, wurden alternativ Beobachtungsinstrumente zusammengetragen.

Eine Studentin aus dem forschungsorientierten Masterstudiengang Musiktherapie der SRH Hochschule Heidelberg wird zum Ende Juli 2016 diese Evaluationsinstrumente für Fremdbeobachtungen auf ihre Praktikabilität und Sensitivität im Rahmen solcher Singgruppen testen. Ab Herbst 2016 können diese Instrumente dann zur Fremdevaluation der Singgruppen eingesetzt werden.

Wer bezahlt das?

Das Projekt wird durch Spendengeldern der BASF SE freundlich unterstützt.

Ihre Ansprechpartnerin

Dorothee von Moreau

Prof. Dr. Dorothee von Moreau

Professorin

an der Fakultät für Therapiewissenschaften,
Studiengangsleitung Musiktherapie (M.A.) / Leitung musiktherapeutische Campusambulanz
Raum 0.31a
Maria-Probst-Str. 3
69123 Heidelberg
Telefon +49 6221 8223-027 E-Mail schreiben