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News Detail

1. Trigger-Konferenz - 40 Jahre Alien Franchise

Spielen für die Wissenschaft: Damit geht für viele Studierende ein Traum in Erfüllung! Doch ist der der Weg zum Erkenntnisgewinn nicht einfach. Was es zu untersuchen gilt und welche Methoden hierfür eingesetzt werden, ist ein brandaktuelles Diskussionsthema in den Game Studies, der Wissenschaft von digitalen Spielen. Wie lassen sich ihre Erkenntnisse für die Entwicklung von Spielen nutzen? Welchen Mehrwert bietet es – über die Grenzen der Games-Branche hinaus –, spielend und an Spielen zu forschen, sich wissenschaftlich-strukturiert mit ihnen zu befassen? Was hat die Menschheit davon? Wie lässt sich eine gesellschaftliche Relevanz und eine Legitimation für die wissenschaftliche Betrachtung von digitalen Spielen formulieren?

An kommende Spieleentwickler werden besondere Ansprüche gestellt. Nur eine enge Verzahnung von theoretischen und praktischen Aspekten kann zur Game Literacy führen, dem tiefgehenden Verständnis der Thematik. Es gilt, Spiele holistisch zu untersuchen, zu durchdringen und Erkenntnisse in den Entwurfsprozess einzufügen. Die Studierenden des Studienschwerpunkts Game Development im Studiengang Virtuelle Realitäten befassen sich in mehreren Modulen des Curriculums kritisch-essayistisch auch mit den theoretischen Perspektiven auf digitale Spiele.

Die Trigger-Konferenz bietet den Studierenden hierbei eine Plattform, sich wissenschaftlich mit spezifischen Themen des gesamten Ökosystems digitaler Spiele auseinander zu setzen und ihre Erkenntnisse zu präsentieren. Spannende Einsichten in die Konzeption und Entwicklung transmedialer Medienproduktionen, innovativer Forschungsprojekte sowie wissenschaftlicher, gesellschaftlicher und ethischer Betrachtungen zeigen die Vielseitigkeit ihres Game-Development-Studiums.

Ein medialer Einblick findet sich hier.

Die Trigger-Konferenz spannt einen thematisch breiten Rahmen, um einzelne Spiele, Franchises und Themencluster als komplexe Forschungsprojekte zu betrachten und somit die Game Studies mit multiperspektivischen Zugängen auf einzelne Forschungsobjekte zu bereichern. Auf der 2019er Trigger-Konferenz war 40jährige Jubiläum des Alien-Franchises das zentrale Thema. Studierende setzten sich in ihren Forschungs- und Bachelorarbeiten mit dem Spiel „Alien Isolation“ unter auseinander. Sie beleuchteten Phänomene wie Angst, Furcht und Horror als Ziel des Game Designs sowie deren Auswirkungen auf den Spieler. Andere Arbeiten widmeten sich den Spielerbedürfnissen und den Spielermotivationen, welche direkte Auswirkungen auf die Gestaltung der Spielwelt, der Game-Mechaniken und letztlich des gesamten Gameplays haben müssen.

Zwischen den Vorträgen gab es reichliche Möglichkeiten, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und Spiele – natürlich inklusive „Alien Isolation“ – an Konsolen und in der Virtual Reality auszuprobieren. In einem eigens eingerichteten Kinobereich konnten die Teilnehmer diverse Kurzfilme und Making-of-Videos zum Alien-Franchise genießen und diskutieren.

Wolfgang Walk, Branchen-Urgestein und Dozent für Game History und Game Design an der SRH Hochschule Heidelberg, sieht im Spielen die Chance, unsere Welt und uns selbst besser verstehen zu lernen. Ganz im Sinne des Konzepts des Homo Ludens, des spielenden Menschen, nach dem der Mensch seine kulturellen Fähigkeiten nicht nur in der Kindheit ganz erheblich durch Spielen entwickelt, blickt jeder Mensch durch seine eigene Brille auf unsere eigene Gesellschaft.

Die Trigger-Konferenz wurde von Professor Michael Hebel ins Leben gerufen, um eine wissenschaftliche Begleitung im Studienangebot sicher zu stellen. Er zeigt sich positiv überrascht über die Begeisterung, mit der sich die Vortragenden ihrer doch komplexen Themen angenommen haben, der interessierten Gäste, die auch kritische Fragen stellten und nachweislich eine neue Perspektive auf dieses spannende Medium erleben konnten.

Vortragsfolien

Konferenzplakat

Programmheft

HUIZINGA, JOHAN (1994): Homo Ludens. Vom Ursprung der Kultur im Spiel, rowohlt, 1994

ZIMMERMANN, ERIC (2009): Gaming Literacy – Game Design as a Model for Literacy in the Twenty-First Century, in: BINDER, THOMAS; LÖWGREN, JONAS; MALMBORG, Lone: (Re)Searching the Digital Bauhaus, Springer, 2009, llk.media.mit.edu/courses/readings/Zimmerman-Gaming-Literacy.pdf, abgerufen am 04.011.2019

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Unser Kontakt

Michael Hebel

Prof. Michael Hebel

Professor

Fakultät für Information, Medien und Design
Professor für Crossmedia Design und Game Development
Ludwig-Guttmann-Str. 6
69123 Heidelberg
Telefon +49 6221 6799-208 E-Mail schreiben