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Das Sicherheitsbedürfnis wächst

Kriminalkommissare, BKA-Mitarbeiter, Strafrechtler, Wissenschaftler, Psychologen und Rechtsmediziner treffen am 8. und 9. November 2018 an der SRH Hochschule Heidelberg zusammen, um über den Umgang mit Straftätern zu diskutieren. Zu den Workshops ist auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Wieder ist einer aufgeflogen: Ein Familienvater in Hessen gesteht im Oktober 2018 den Handel mit Kinderpornos. Im Frühjahr 2018 begann der Prozess gegen die Drahtzieher der Kinderporno-Plattform Elysium. Das „Horrorhaus Höxter“ ist seit 2016 ein deutschlandweit bekannter Kriminalfall. Immer wieder sind die Medien voll von Horrormeldungen, die Krimis ähneln – nur, dass diese Krimis nicht immer ein gutes Ende haben. Rechtsmediziner, Vollzugspsychologen, Kriminologen, forensische Sozialarbeiter und andere Experten, die sich mit solchen Fällen professionell beschäftigen, treffen sich am 8. und 9. November an der SRH Hochschule Heidelberg, um sich auszutauschen, aber auch, um der Öffentlichkeit einen Einblick in ihre Arbeit zu gewähren.

„Wir beobachten, dass die Öffentlichkeit vor diesem Hintergrund einen großen Wissensdurst entwickelt. Wie arbeiten Kriminalpsychologen eigentlich? Wie geht man mit den Straftätern um? Wie zuverlässig sind Gutachten, die prognostizieren, dass ein Straftäter in Zukunft nicht mehr straffällig wird? All diese Fragen stellen sich die Menschen, die täglich etwas darüber in den Medien hören oder lesen“, sagt Prof. Dr. Niels Habermann, verantwortlich für den Studiengang Rechtspsychologie an der SRH Hochschule Heidelberg und seit 20 Jahren Gutachter im Strafrecht. „Das Bedürfnis an Sicherheit wächst.“ Seine Mitarbeiterin Svenja Haußner und er haben die Heidelberger Tage der Rechtspsychologie ins Leben gerufen, die nun zum dritten Mal in Folge an der SRH Hochschule Heidelberg stattfinden.

Vier Workshops bieten einen exklusiven Einblick in die forensische Arbeit: Dr. Malgorzata Okulicz-Kozaryn vom Bundeskriminalamt beschäftigt sich in ihrem Workshop „Cybersex Offender“ am 8.11. um 9 Uhr mit Internetsexualstraftaten. Im Workshop um 10:45 Uhr, „Systemisch orientierte Gruppentherapie mit Straftätern“, geht der Psychologe René Cuadra-Braatz, der in verschiedenen Justizvollzugseinrichtungen in Baden-Württemberg tätig ist, auf seinen therapeutischen Ansatz ein: „Die Workshop-Teilnehmer sollen Appetit auf die Arbeit im Gefängnis bekommen.“ Die „Evaluation der Straftäterbehandlung“ ist um 13:15 Uhr Thema von Julia Sauter und Joanna Stasch, die in der Forensisch-Therapeutischen Ambulanz der Charité in Berlin tätig sind. Der Psychotherapeut Dr. Jan Querengässer nimmt um 15 Uhr in seinem Workshop „Selbstreflexion als Voraussetzung für die Arbeit mit forensischen Patienten“ die Einstellung der Behandelnden ins Visier: Wie ist meine Haltung zu schweren Straftaten? Wie kann ich konstruktiv und zielführend mit Menschen arbeiten, die ihre Gewalt- und Sexualdelikte bagatellisieren? Auch zu den Vorträgen am 9.11. von 9 bis 16 Uhr ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

Das vollständige Programm finden Sie hier.

Terminhinweis: Heidelberger Tage der Rechtspsychologie

SRH Hochschule Heidelberg

8. November, 9 bis 16:30 Uhr: Workshops in der Maria-Probst-Str. 3

9.November, 9 bis 15:30 Uhr: Vorträge im Großen Hörsaal, Ludwig-Guttmann-Str. 6 

 

 

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