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Pressemitteilung

Therapien für die YoLo-Generation

Die Heidelberger Akademie für Psychotherapie (HAP) der SRH Hochschule Heidelberg feiert Jubiläum – seit zehn Jahren werden Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten hier erfolgreich ausgebildet. Prof. Dr. Franz Resch, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Heidelberg, betonte bei den Feierlichkeiten die hohe Reputation des Ausbildungsinstituts.

„You only live once.“ Dieses Motto steht für eine gesamte Generation, die nach 2000 geboren wurde und aufgewachsen ist inmitten der Digitalisierung, unter ganz anderen Bedingungen als ihre Eltern. Diese YoLo-Generation hat es nicht leicht und leidet unter neuen Symptomen von psychischen Erkrankungen. Das wissen auch die approbierten Therapeuten der HAP. Sie behandeln in ihrer Praxis oder einer Klinik junge Patienten, die sich unbeliebt und gemobbt fühlen, sich ritzen oder unter ADHS, Ängsten, Ess- oder Identitätsstörungen leiden. In ihrer Ausbildung haben die Therapeuten den richtigen Umgang mit diesen Jugendlichen gelernt: „Die HAP hat uns mit dem therapeutischen und organisatorischen Know-How fit gemacht für das professionelle Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen“, sagt die Absolventin Anne Zehendner. Sie und weitere approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten der HAP stellten beim 10-jährigen Jubiläum ihre Arbeit vor, die weit mehr beinhaltet als Spielen in bunten Räumen.

„Die psychischen Erkrankungen nehmen insgesamt nicht zu“, bezeugte Prof. Dr. Franz Resch, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Heidelberg. In seinem Grußwort zum Jubiläum ging er darauf ein, dass jedoch in einigen Bereichen die Rate durchaus hochgehe, denn der soziale Rahmen wie Migration, Jugendlichenarbeitslosigkeit oder Armut spielen eine Rolle bei der Entwicklung psychischer Störungen. „Die psychischen Störungen beginnen heute früher“, weiß Resch. Die Einflüsse von Globalität, Mobilität und Flexibilität erhöhen den Druck auf Erwachsene, die diesen in ihrer Erziehung der Kinder häufig nicht ausklammern können. Diese so erlernte psychosoziale Kompetenz der Kinder münde wiederum in den Maximen unserer Zeit: „Wir müssen aufpassen, dass dies nicht zu einem Teufelskreislauf wird.“ Dazu leiste die HAP einen wichtigen Beitrag.

Der Bedarf ist da, und heute sind psychische Erkrankungen weniger stigmatisiert denn je. „Es kommt immer wieder vor, dass junge Patienten aus eigener Motivation und Antrieb ihre Eltern bitten, sie bei einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten vorzustellen, da sie von Freunden erfahren haben, dass dieser ihnen bei ihren Problemen helfen kann“ , berichtet Prof. Dr. Helena Dimou-Diringer, Leiterin der Heidelberger Akademie für Psychotherapie.

1999 stellte das Psychotherapeutengesetz die letzten Weichen, um die an einem Psychologie oder Pädagogikstudium anschließende postagraduale Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in staatlich anerkannten Instituten zu ermöglichen. Seit 2008 bietet die HAP als Institut der SRH Hochschule Heidelberg die Ausbildung an, zwei Jahre später kam die Ambulanz für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie dazu. Hier wurden seither 1962 junge Patienten behandelt. 42 PiAs (Psychotherapeuten in Ausbildung) nehmen aktuell an der HAP ihre postgraduale Ausbildung wahr, 134 Kooperationspartner wie Kliniken, Praxen und Dozenten unterstützen sie dabei, so auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie Heidelberg. „Dank unserer Partner sind wir eines der Top-Institute in Deutschland“, kann Dimou-Diringer nach zehn erfolgreichen Jahren selbstbewusst sagen.

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