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VR: In der Chirurgie nicht wegzudenken

Sie ermöglicht virtuelle OPs oder die schnelle Inspektion von komplexen Schiffen: Die Virtual Reality ist Thema des 10. VR-Symposiums am 18. Februar an unserer Hochschule - ein munteres Stelldichein von Experten aus ganz Deutschland in Sachen Industrie 4.0, IT-Consulting, IT-Produktentwicklung oder Datenlogistik. Wir-Online hat mit Michael Meyer gesprochen, der hier studiert hat und nun über die Augmented Reality Anwendung zur Visualisierung menschlicher Anatomie referiert. Klingt sehr abstrakt, aber die Methode hilft tatsächlich im medizinischen Bereich immens.

Herr Meyer, was war Ihr Schwerpunkt im Studium, wie war dieser aufgebaut?

Es gab die Wahl zwischen Filminformatik, Game Development und Virtuelle & Augmentierte Realitäten. Ich habe mich für letzteres entschieden. Zu Beginn wie ein gewöhnlicher Informatikstudiengang. Mathematik, Grundlagen der Informatik, Software Engineering, Programmierung, etc. Hinzu kamen Module rund um die Gestaltung virtueller Welten wie beispielsweise 3D-Grafik, 3D-Modellierung und Medientechnik.

Woher kam das Interesse für diesen signifikanten Studiengang/Beruf?

Ich absolvierte vor meinem Bachelorstudium eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Daher hatte ich schon einen Einblick in die Informatikwelt und wusste, dass ich in diese Richtung weiter gehen möchte. Ausschlaggebend war der weltweite Aufschwung der VR/AR-Technologie. Da wollte ich dabei sein, und es erschien mir eine sehr gute Wahl direkt mit diesem Studiengang den nächsten Schritt zu machen.

Was haben Sie aus Ihrem Studium für Ihren jetzigen Job mitgenommen?

Ich bin bei Siemens Healthcare als Software-Entwickler tätig. Hauptsächlich beschäftige ich mich mit der Softwareentwicklung für VR/AR-Systeme, das heißt ich konnte von der Programmierung über 3D-Modeling bis hin zu Software Engineering sehr viel mitnehmen. Es war sozusagen die Grundlage für meine jetzige Tätigkeit.

Wie sieht Ihr aktueller Tagesablauf aus?

Wie bereits erwähnt, besteht ca. 70 % meiner Arbeit aus Programmierung. Hinzu kommt noch Konzeptionierung, Dokumentation und Team-Meetings.

Beim VR-Symposium stellen Sie Ihre Bachelorthesis vor. Worum geht es dabei?

Ich absolvierte meine Bachelorarbeit bei der Siemens Healthcare GmbH. Es handelte sich um die Konzeptionierung und Entwicklung eines Multi-User Szenarios für die MS HoloLens zur Visualisierung und Kollaboration menschlicher Anatomie auf Basis von Cinematic Rendering. Das heißt, mehrere Personen wie beispielsweise ein Professor mit seinen Studierenden können das gleiche virtuelle anatomische Modell betrachten und mit diesem interagieren. Es ist aber nicht irgendein anatomisches 3D-Modell sondern ein realer Patient. Die Visualisierungssoftware Cinematic Rendering der Firma Siemens Healthcare GmbH ermöglicht es, aus DICOM-Daten, die aus einem Computertomograph (CT) oder Magnetresonanztomograph (MRT) gewonnen werden, visuelle Darstellungen zu ziehen.

Warum und für welche Bereiche ist dieses Thema heute so aktuell und wichtig?

Wir beschäftigen uns mit der Ausbildung und der Lehre im medizinischen Bereich. Beispielsweise für Operationstechnische Assistenten (OTA), Medizinisch-technische Radiologieassistenten (MTRA), Chirurgen, Professoren und Studierende. Virtuelle Simulationen bieten eine optimale Umgebung, um neue Inhalte auszuprobieren und zu trainieren. Ein Fehler bei einer virtuellen Sektion, einem virtuellen chirurgischen Eingriff oder ein falsch geröntgter Patient zieht keine negativen Konsequenzen nach sich, außer vielleicht eine schlechte Bewertung für den Trainee in der Applikation. Oftmals fehlt in der Ausbildung die Praxis, egal in welchen Branchen. In jedem Lehrplan, Modulhandbuch oder Curriculum sind die Inhalte sehr theorielastig, oftmals aus Zeit-, Ressourcen- und Kostengründen. Genau hier greift die VR & AR Technologie.

Freuen Sie sich auf das VR-Symposium? Warum, worauf sind Sie gespannt?

Ich bin sehr gespannt auf die Vorträge und auf neue Bekanntschaften. Besonders gespannt bin ich auf das Thema Haptic feedback for VR-based training: lessons learned in the case of minimal-invasive surgery von Dr. Jerome Perret. Ich hatte während meines Studium ein Paper verfasst, das mit diesem Thema zu tun hatte. Auch beruflich hatte ich bereits mit der Entwicklung mit Datenhandschuhen und haptischem Feedback zu tun. Es ist ein sehr komplexes Thema und noch nicht hundertprozentig ausgereift, aber es wird vermutlich die VR- und AR-Simulationen um einen Schritt erweitern, dadurch werden diese noch immersiver. Im Bereich der Chirurgie ist das Thema zum Beispiel nicht weg zu denken.

Zum Symposium

Unser Kontakt

Daniel Goerlich

Prof. Dr. Daniel Görlich

Professor

Fakultät für Information, Medien und Design
Studiengangsleiter Virtuelle Realitäten (B.Sc.)
Raum arc210
Ludwig-Guttmann-Str. 6
69123 Heidelberg
Telefon +49 6221 6799 206 E-Mail schreiben