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Studium Bachelorstudium Kindheitspädagogik Planung eines Spielplatzes mit Kindern vor Ort

Planung eines Spielplatzes mit Kindern vor Ort Partizipationsprojekt in Kooperation mit der Stadt Mannheim

Wie wünschen sich Kinder ihren Spielplatz? Dieser Frage ist die Gruppe 1402 des Studienganges Kindheitspädagogik seit September 2015 zusammen mit Mannheimer Kindern zwischen fünf und 12 Jahren nachgegangen. Die Stadt Mannheim hat das Projekt im Finanzrahmen von 100 000 Euro ausgeschrieben, um den Spielplatz "Ackerstraße" in der Neckarstadt-West benutzerorientiert zu planen. 

Wie gingen die Studierenden vor? Im Rahmen des Moduls "Öffentlichkeitsarbeit/Partizipation" besuchten sie zunächst Institutionen um den Spielplatz herum: Den Kindergarten Kleine Riedstraße, den muslimischen Kindergarten Tulpengarten, die Kinderkrippe große Langstraße und die Hans-Zulliger-Schule (Förderschule). Bei einem gemeinsamen Besuch der derzeitigen Spielstätte und im Gespräch mit Eltern und Kindern wurde der Ist-Zustand festgehalten und Verbesserungsvorschläge gesammelt:

  • Das Klettergerüst ist kaputt!
  • Das Spielangebot ist so langweilig und veraltet...
  • Der Sand ist schmutzig.
  • Es gibt zu viel Müll!
  • Da ist kein Platz zum Ballspielen.
  • Es gibt keine Orte zum Verstecken.
  • Eltern haben kaum Sitzmöglichkeiten.
  • Für die Jüngsten bietet der Ort keine Spielmöglichkeiten.

In einer Ideenfindung befragten die Studierenden nun die Kinder bzw. Eltern der vier Einrichtungen, was sie sich für die Zukunft des Spielplatzes wünschten.
Dabei kamen hervorragende Ideen zustande:

Etwa ein Trampolin, eine Kletterburg, ein Spielhäuschen, Bäume, Fußballplatz, Sitzecken, eine Fahrradstrecke und Wasserspiele. Die Kinder malten ihre Vorschläge sorgfältig auf, während die Eltern ihre Ideen auf einem Plakat verewigten. Am 23. November 2015 wurden dann die verschiedenen Vorschläge der Kinder in einer Versammlung präsentiert. Hier waren auch Quartiersmanager, Architekt und Spielplatzplaner der Stadt zugegen, die alle Ideen mit in ihr Büro nahmen. Die unterschiedlichen Wünsche und Vorschläge wurden dann von dem Spielplatzplaner der Stadt Mannheim, Herrn Borst, zusammengeführt und in einen Entwurf gefasst.Am 18. Februar war es dann so weit: Der mit Spannung erwartete Entwurf des Spielplatzes wurde vorgestellt. Sowohl Kinder, Eltern, als auch die Studierenden waren sehr neugierig, was denn nun aus den vielen guten Ideen geworden ist.

Die Vorschläge waren weitestgehend in den Plan integriert worden. Die Kinder stimmten dem Entwurf fast einstimmig zu. Die Studierenden, die es den Kindern und Eltern erst ermöglicht hatten, ihre Vorstellungen zu äußern und zu Papier zu bringen, waren sehr beeindruckt, wie stark die Wünsche der Beteiligten verwirklicht werden konnten. Damit konnten Sie Sinn und Bedeutung des Partizipationsprojektes am Ergebnis nachvollziehen. Im September soll der Spielplatz "Ackerstraße" fertig gestellt sein. Dann wird die nächste Studierendengruppe der Kindheitspädagogik bei der kreativen Gestaltung des Spielplatzes in Kooperation mit den Kindern beteiligt sein. Das genaue Datum steht noch nicht fest. Die Stadt Mannheim begleitete das Partizipationsprojekt in der Person von Birgit Schreiber vom Fachbereich Rat, Beteiligung und Wahlen, die u. a. von der Quartiersmanagerin Jennifer Yeboah unterstützt wurde.