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Studium Masterstudium Psychologie Rechtspsychologie Heidelberger Fachtag für Angewandte Rechtspsychologie 2018

Heidelberger Fachtag für Angewandte Rechtspsychologie 2018
Strukturen verändern – Neue, traditionelle und alternative Sichtweisen auf forensische Phänomene

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Freude können wir Ihnen mitteilen, dass die Anmeldung zum diesjährigen Heidelberger Fachtag für Angewandte Rechtspsychologie, welcher unter dem Motto, „Strukturen verändern – Neue, traditionelle und alternative Sichtweisen auf forensische Phänomene“, ab sofort unter folgendem Link möglich ist: https://en.xing-events.com/XUKUIRB.html

Sie haben die Möglichkeit, sich für den eigentlichen Fachtag am 09.11.2018 aber auch für vier verschiedene Workshops anzumelden, welche am 08.11.2018 stattfinden.

Im Folgenden finden Sie das Programm sowie Informationen über die Workshops und Referenten/-innen:

 

Workshops, 08.11.2011 (Raum 1.27, Maria-Probst-Str. 3)

Beginn

Ende

Titel

Referent/in

09:00

10:30

Workshop 1:

Cybersex Offender

(Ein neues kriminologisches Phänomen)

Dr. Malgorzata Okulicz-Kozaryn

10:45

12:15

Workshop 2:

Systemisch orientierte Gruppentherapie mit Straftätern

René Cuadra

 

 

 

 

Mittagspause

 

 

 

 

13:15

14:45

Workshop 3:

Evaluation der Straftäterbehandlung - Wie finden wir raus was wirklich wirkt?

Julia Sauter
Joanna Stasch

15:00

16:30

Workshop 4:

Selbstreflexion als Voraussetzung für die Arbeit mit forensischen Patienten

Dr. Jan Querengässer

 

 

 

 

 

 

Über die Workshops:

 

Workshop 1: Cybersex Offender (Ein neues kriminologisches Phänomen)

Der Workshop beschäftigt sich mit den neuen Formen von Internetsexualstraftaten. Nach einer kurzen Einleitung zum Thema Kinder- und Jugendpornografie werden sowohl die allgemeinen deliktfördernden Merkmale des Internets als auch die persönlichen deliktfördernden Mechanismen diskutiert. Insbesondere werden zwei relativ neue Phänomene, nämlich „Cyber-Grooming“ und „Webcam Sex Tourismus“ vorgestellt. Abschließend werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Internetsexualstraftätern (Hands-Off-Tätern) und den Kontakttätern (Hands-On-Tätern) aus der kriminalprognostischen Perspektive diskutiert.

Workshop 2: Systemisch orientierte Gruppentherapie mit Straftätern

Der systemische Ansatz ist besonders gut für die Arbeit im Zwangskontext geeignet. Mit einer systemischen Haltung lässt sich Humor und Leichtigkeit in die ernste Angelegenheit einer Straftäterbehandlung bringen. Der systemische Ansatz vermittelt Wertschätzung, er fördert Motivation, Partizipation, Selbstbestimmung und Verantwortung. Im Workshop wird eine systemische Haltung skizziert, es werden Standard(problem)situationen (z.B. Misstrauen und die so genannte extrinsische Motivation) einer Gruppenbehandlung im Gefängnis und systemische Tools zum geeigneten Umgang dargestellt. Workshopteilnehmer/-innen sollen Appetit auf die Arbeit im Gefängnis bekommen.

Workshop 3: Evaluation der Straftäterbehandlung - Wie finden wir raus was wirklich wirkt?

Eine kriminaltherapeutische Behandlung ist für einige Verurteilte mittlerweile obligatorisch geworden. Evaluationsstudien sowie Meta-Analysen kommen dabei keineswegs zu einem einheitlichen Ergebnis, ob und was, wann bei wem, wirkt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Erstellung von Evaluationen mit einigen methodischen, aber auch rechtlichen und ethischen Schwierigkeiten verbunden ist.

Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmenden Einblicke in die Schwierigkeiten und Chancen von Evaluationsstudien in der Praxis zu geben. Anhand von Beispielen aus der groß angelegten Berliner Evaluationsstudie der Sozialtherapie und der Abteilung für den Vollzug der Maßregel der Sicherungsverwahrung soll gemeinsam erarbeitet werden, wie man Prozesse (Veränderungs-/Verlaufsmessungen, Stations- und Behandlungsklima, Therapiemotivation, etc.) messbar machen kann, um anschließend zu überlegen, wie die kriminaltherapeutische Behandlung ausgestaltet sein müsste.

Verdeutlicht werden sollen Umsetzungsmöglichkeiten von Evaluationen in der Praxis sowie aktuelle Forschungsergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit der kriminaltherapeutischen Behandlung. Der Workshop richtet sich daher sowohl an methodisch als auch praktisch, kriminaltherapeutisch Interessierte.

Workshop 4: Selbstreflexion als Voraussetzung für die Arbeit mit forensischen Patienten

Jeder zwischenmenschliche Kontakt ist eine Begegnung zweier Individuen, die jeweils geprägt sind von ihrer Sozialisation, ihren Lebenserfahrungen und subjektiven Haltungen. Dies gilt auch für die Therapie und die Begutachtung von forensischen Patienten. Gerade im Umgang mit diesen (nicht selten komplex) psychisch gestörten Patienten ist es unabdingbar über ein gewisses Maß an Selbstreflexion und  Erfahrung zu verfügen, da sonst die Gefahr besteht interaktionellen Trugbildern aufzusitzen.

Wie ist meine Haltung zu schweren Straftaten? Wo habe ich meine „wunden Punkte“? Was sind meine typischen Reaktionsmuster auf Stress oder unangenehme Gefühle? Mit diesen und ähnlichen Fragen sollte sich jeder forensisch tätige Therapeut und Gutachter auseinandersetzen. Ziel des Workshops ist es, anhand einiger Übungen und in gemeinsamer Diskussion ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass es mitnichten unprofessionell ist sich selbst und seine subjektiven Eigenschaften als Individuum in der Arbeit mit forensischen Patienten „auf dem Schirm“ zu haben.

 

Fachtag, 09.11.2018 (Großer Hörsaal, Ludwig-Guttmann-Str. 6)

Beginn

Ende

Titel

Referent/in

08:30

09:00

Registrierung der Teilnehmer

 

09:00

09:15

Begrüßung

Prof. Dr. Niels Habermann

09:15

09:55

Eröffnungsvortrag

Dr. med. Roman Bux

09:55

10:35

Kriminalitätsbezogene Einstellungen im internationalen Vergleich

Prof. Dr. Helmut Kury & Svenja Haußner, M.Sc.

Kaffeepause

 

 

 

 

11:00

11:40

Die Reform der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus nach § 63 StGB 

Prof. Dr. Alexander Baur
Dr. Jan Querengässer

11:40

12:20

Treating the Untreatable - Ergebnisse aus der Evaluation der Einrichtung für den Vollzug der Sicherungsverwahrung im Land Berlin

Joanna Stasch

 

 

 

 

Mittagspause

 

 

 

 

13:30

14:10

Psychopathie und Sicherungsverwahrung. Auswirkungen auf Verlauf und Entlassungsmöglichkeiten

Julia Sauter

14:10

14:50

Umgang mit psychisch Kranken bei polizeilichen Einsätzen

Dr. Malgorzata Okulicz-Kozaryn

14:50

15:30

Vorstellung der NRW Initiative "Kurve kriegen" - Der Umgang mit strafunmündigen Mehrfachauffälligen

Jörg Konrad Unkrig
Wolfgang Wendelmann

Gemeinsamer Ausklang bei Kaffee & Kuchen

 

 

Über die Vorträge:

 

Eröffnungsvortrag Dr. med. Roman Bux

Kriminalitätsbezogene Einstellungen im internationalen Vergleich
Im Rahmen des Vortrages werden die Ergebnisse der 2018 durchgeführten Fragebogenstudie zur Messung kriminalitätsbezogener Einstellungen vorgestellt. Der Fokus liegt auf dem Vergleich deutscher, weißrussischer und amerikanischer Studierenden. Es wird aufgezeigt, wie sich diese Gruppen hinsichtlich ihrer Punitivität, sprich ihrem Wunsch, kriminelles Verhalten hart zu bestrafen, unterscheiden. Abschließend wird die Bedeutung der kriminalitätsbezogenen Einstellung für gesellschaftliche und politische Veränderungen diskutiert.

Die Reform der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus nach § 63 StGB
Mit Wirkung zum 1. August 2016 hat der Gesetzgeber die Maßregel der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus nach § 63 StGB umfassend reformiert. Das viel gelobte Ziel der Reform war es, dem erkennbaren Trend steigender Unterbringungszahlen und zunehmender Vollzugsdauern entgegenzuwirken und die Gewichte zwischen dem Sicherungsinteresse der Allgemeinheit und dem Freiheitsanspruch der Untergebrachten gesetzlich neu zu verteilen. Gut zwei Jahre nach der Reform zeigt sich, dass das Kalkül des Gesetzgebers aufgeht und immer öfter auch langjährig Untergebrachte aus dem Maßregelvollzug entlassen werden. Dabei stellt sich für die Praxis die Frage, wie mit (langjährig) Untergebrachten nach ihrer Entlassung umzugehen ist. Der Beitrag setzt sich aus rechtlicher und therapeutischer Sicht mit den Folgen der Reform des Unterbringungsrechts auseinander. Er vereint dabei die normativ-juristische und die klinisch-therapeutische Perspektive auf ein Problemfeld, dessen Komplexität nur eine interdisziplinäre Annäherung gerecht werden kann.

Treating the Untreatable - Ergebnisse aus der Evaluation der Einrichtung für den Vollzug der Sicherungsverwahrung im Land Berlin  
Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner Entscheidung aus dem Jahr 2011 den Behandlungsgedanken deutlich in den Vordergrund der Arbeit der Abteilungen für den Vollzug der Sicherungsverwahrung gestellt. Weiterhin zu klären bleibt aber die Frage, ob dieser Auftrag in der Praxis überhaupt umgesetzt werden kann. Die vorliegende Studie stellt hierzu Daten zum Behandlungsangebot der Einrichtung der Sicherungsverwahrung im Land Berlin vor, sowie Längsschnittdaten (vier Zeitpunkte) zu standardisierten Prognoseinstrumenten (LSI-R mit n=43; Stable-2007 mit n=32) von untergebrachten Personen der Einrichtung im Sinne einer ersten Ergebnisevaluation. Die Ergebnisse deuten an, dass eine substantielle Veränderung in den dynamischen Risikofaktoren, trotz erfülltem gesetzlichen Behandlungsauftrags, bei der Mehrzahl der untergebrachten Personen nicht erreicht werden konnte. Mögliche Gründe hierfür und langfristige Konsequenzen für die Abteilungen für den Vollzug der Sicherungsverwahrung werden diskutiert.

Psychopathie und Sicherungsverwahrung. Auswirkungen auf Verlauf und Entlassungsmöglichkeiten
Es konnte mehrfach gezeigt werden, dass in der Sicherungsverwahrung (SV) untergebrachte Personen hohe PCL-R-Werte erreichen. Hinlänglich bekannt ist auch, dass Menschen mit hohem PCL-R-Wert therapeutisch schwer zu erreichen sind und eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Begehung erneuter Straftaten aufweisen.Seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 04.05.2011 (2 BvR 2365/09) steht der Behandlungsgedanke insbesondere hinsichtlich einer dauerhaften Motivationsarbeit nun im Vordergrund der Arbeit der Abteilungen für den Vollzug der SV. Ebenfalls aufgrund dieses Urteils mussten einige in der SV untergebrachte Personen trotz negativer Kriminalprognose entlassen werden (sogenannte Altfälle). In der Studie werden aktuell im Land Berlin in der SV untergebrachte Personen (n=47) hinsichtlich ihrer PCL-R-Werte sowohl mit denjenigen Personen verglichen, die aufgrund einer hinreichend günstigen Legalprognose aus der SV entlassen wurden (n=19), als auch mit den sogenannten Altfällen (n=14). Im Vordergrund stehen dabei die individuellen Abweichungen der Personen vom Risikoentwicklungstrend in den jeweiligen Untersuchungsgruppen. Abschließend soll diskutiert werden, wohin sich die Abteilungen für den Vollzug der Sicherungsverwahrung entwickeln, inwiefern die Behandlungsangebote unter Berücksichtigung der Bedürfnisse dieser Klientel umsetzbar sind und welche Schwierigkeiten hierdurch entstehen können.

Umgang mit psychisch kranken Menschen bei polizeilichen Einsätzen
Der Vortrag beschäftigt sich mit Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit psychisch kranken Menschen bei polizeilichen Einsätzen. Die inhaltlichen Schwerpunkte werden aus der Perspektive der polizeilichen Arbeit dargestellt. Diese beinhalten die Erkennung und Einschätzung von psychischen Krisen, polizeirelevante psychische Störungen, die Frage nach dem Zusammenhang zwischen psychischer Erkrankung und Gewalt, die Grenzen im Umgang mit psychisch kranken Menschen sowie Handlungsempfehlungen für den polizeilichen Umgang mit psychisch kranken Personen im polizeilichen Alltag. Hierbei werden insbesondere auch die Grenzen von Anwendung des psychodiagnostischen Fachwissens aufgezeigt. Der Vortrag schließt mit ausgewählten „Best of Practice“-Beispielen.

„Kurve kriegen“ - die kriminalpräventive Initiative Nordrhein-Westfalens zur Verhinderung von „Intensivtäterkarrieren“ (Unkrig & Wendelmann)
Bevor sich die Spirale für junge Mehrfachtatverdächtige endgültig abwärts dreht und sie sich zu sogenannten Intensivtätern entwickeln, beugt die nordrhein-westfälische Polizei mit der Initiative „Kurve kriegen“ vor. Dabei geht sie neue Wege. Das einzigartige und innovative Konzept: Pädagogische Fachkräfte und erfahrene Kriminalbeamte kümmern sich gemeinsam um die delinquenten Kinder, Jugendlichen und deren Familien.

 

Über die Referenten/-innen:


Prof. Dr. Alexander Baur

Alexander Baur studierte Rechtswissenschaften, Allgemeine Rhetorik und Psychologie an den Universitäten Tübingen, Konstanz und Buenos Aires/Argentinien. Von 2011 bis 2013 leitete er am Tübinger Institut für Kriminologie die bundesweite Evaluation der Führungsaufsicht im Auftrag des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz (Baur/Kinzig, Die reformierte Führungsaufsicht, Tübingen 2015). Seit 2017 ist er Juniorprofessor für Strafrecht an der Universität Hamburg mit Forschungsschwerpunkten im Wirtschafts- und Unternehmensstrafrecht sowie im Maßregelrecht.

Renè Cuadra-Braatz
Diplom-Psychologe René Cuadra, seit 1996 im Justizvollzug von Baden-Württemberg, 5 ½ Jahre in der JVA Stuttgart-Stammheim (zuständig für männliche und weibliche Untersuchungsgefangene), 8 Jahre in der Sozialtherapeutischen Anstalt Baden-Württemberg, 8 ½ Jahre in der JVA Offenburg (dort seit 2011 Leiter der Behandlungsabteilung für Inhaftierte mit einer Sucht- und Gewaltproblematik), Ausbildung in Systemischer Therapie und Systemischer Supervision, Arbeitsschwerpunkte: Existenzielle Fragen, Therapie von Gewalt- und Sexualstraftätern, strukturelle Gewalt, Würde, Angehörigenarbeit.

Dr. med. Roman Bux
Dr. med. Roman Bux ist Rechtsmediziner und stellvertretender ärztlicher Direktor der Rechtsmedizin Heidelberg.

Prof. Dr. Niels Habermann
Prof. Dr. Niels Habermann ist als Professor der SRH Hochschule Heidelberg verantwortlich für den Master-Studiengang Rechtspsychologie und arbeitet daneben seit über 20 Jahren als Gutachter im Strafrecht. Er ist Fachpsychologe, Prüfer und Supervisor sowie Landesbeauftragter der Sektion Rechtspsychologie BDP/DGPs und Vorstand der Landesgruppe Baden-Württemberg im BDP.


Svenja Haußner, M.Sc. Psychologie
Svenja Haußner ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Rechtspsychologie an der SRH Hochschule Heidelberg tätig. Darüber hinaus absolviert sie die berufsbegleitende Weiterbildung zur Fachpsychologin für Rechtspsychologie (BDP/DGPs). Sie ist als freischaffende Mitarbeiterin im Institut für Rechtspsychologie von Prof. Dr. Niels Habermann tätig. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der Aussagepsychologie und Glaubhaftigkeitsbegutachtung.

Dr. Malgorzata Okulicz-Kozaryn
Dr. phil. Malgorzata Okulicz-Kozaryn ist hauptamtlich Lehrende am Fachbereich Kriminalpolizei beim Bundeskriminalamt. Zuvor arbeitete sie an der Hochschule Luzern, an der Universität Bonn sowie in der Diagnostik- und Prognostikabteilung der JVA Offenburg. Seit 2017 ist sie Lehrbeauftragte der Universität Bonn und forensische Sachverständige für Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V. 


Prof. Dr. Helmut Kury
Helmut Kury ist pensionierter Senior Researcher des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht. Nach seinem Studium der Psychologie, Philosophie und Volkswirtschaftslehre an der Universität Freiburg war er als wissenschaftlicher Assistent am Psychologischen Institut der Universität Freiburg sowie als wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht tätig. Er absolvierte diverse Ausbildungen in verschiedenen Richtungen der Psychotherapie (Verhaltenstherapeut, Familientherapeut) sowie eine Weiterbildung zum Ausbilder in klientenzentrierter Gesprächspsychotherapie. Nach seiner Promotion an der Universität Freiburg übernahm er die Stelle des ersten Direktors des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens. Seine Habilitation umfasste eine empirische Arbeit zur Resozialisierung jugendlicher und heranwachsender Untersuchungshäftlinge. Daraufhin wurde er zum Professor an der Universität Freiburg ernannt.


Dr. Jan Querengässer
Jan Querengässer studierte Psychologie an den Universitäten Konstanz und Granada/Spanien. Von 2011 bis 2015 absolvierte er eine verhaltenstherapeutische Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten. Seit 2011 ist er in der forensischen Versorgungsforschung tätig. 2014 promovierte er über die Behandlung suchtkranker Straftäter. Vor seiner aktuellen Tätigkeit in Nordrhein-Westfalten, wo er hälftig als forensischer Psychotherapeut und als Koordinator des Bereichs Versorgungsforschung der LWL-Akademie für forensische Psychiatrie arbeitet, war er klinisch in der Schweiz und in Baden-Württemberg tätig.

Julia Sauter

Julia Sauter ist seit 2010 am Institut für Forensische Psychiatrie der Charité - Universitätsmedizin Berlin tätig und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Behandlungsevaluationen im forensischen Kontext. Von 2013-2017 war sie außerdem Stationspsychologin im Krankenhaus des Maßregelvollzugs Berlin auf einer Station für Patienten mit Persönlichkeitsstörungen und Schwerstdelinquenz und ist seit 2018 Psychologin (TP) in der Forensisch-Therapeutischen Ambulanz der Charité. Seit 2014 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich der Evaluation der Unterbringung und Behandlung von Sicherungsverwahrten im Land Berlin.

Joanna Stasch
Joanna Stasch ist psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie mit Schwerpunkt Schematherapie) in der Forensisch-Therapeutischen Ambulanz des Instituts für Forensische Psychiatrie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Darüber hinaus arbeitet sie seit 2014 wissenschaftlich im Bereich der Evaluation der Unterbringung und Behandlung von Sicherungsverwahrten im Land Berlin. Seit diesem Jahr beschäftigt sie sich mit der Evaluation des Bereichs für Strafgefangene mit vornotierter Sicherungsverwahrung.

Jörg-Konrad Unkrig
Leitender Kriminaldirektor Jörg K. Unkrig ist Leiter des Referates 424 „Kriminalprävention und Opferschutz, kriminalpräventive Landesprojekte“ und hat das Konzept „Kurve kriegen“ als stellvertretender Projektleiter aus polizeilicher Sicht mit- und weiterentwickelt. In seinen bisherigen Funktionen hat er mit vielen Jugendsachbearbeitern zusammengearbeitet und kennt die Herausforderungen in der (polizeilichen) Arbeit mit schwierigen Kindern und Jugendlichen und insbesondere auch mit Intensivtätern. Zudem hat er die Evaluation der Intensivtäterkonzepte begleitet.

Wolfgang Wendelmann
Erster Kriminalhauptkommissar Wolfgang Wendelmann war Jugendbeauftragter des Polizeipräsidiums Köln, bevor er in die Stabsstelle Prävention Jugendkriminalität wechselte. Als Koordinator des Kölner Haus des Jugendrechts war er zudem für die Konzeption, Einrichtung und den Wirkbetrieb dieses richtungsweisenden Kooperationsmodells verantwortlich. Er war in den ministeriellen Arbeitsgruppen zur Erarbeitung der Initiative »Kurve kriegen« eingebunden und übernahm während der Pilotphase die Funktion des polizeilichen Ansprechpartners »Kurve kriegen« in Köln. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Jugendkriminalität sowie konzeptioneller Arbeit und Networking.

Sie haben Fragen zu diesem Projekt? Dann sprechen Sie uns an.

Niels Habermann

Prof. Dr. Niels Habermann

Professor

Fakultät für Angewandte Psychologie
Studiengangsleiter Rechtspsychologie (M.Sc.)
Raum 1.37
Maria-Probst-Str. 3
69123 Heidelberg
Telefon +49 6221 8223-199 E-Mail schreiben

Svenja Jasmin Haußner

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Fakultät für Angewandte Psychologie
Raum 1.37
Maria-Probst-Str. 3
69123 Heidelberg
Telefon +49 6221 8223-023 E-Mail schreiben

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