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Studium In 10 Wochen zum Kurzfilm

Fakultät für Information, Medien und Design

In 10 Wochen zum Kurzfilm

Der Kurzfilm „Kreidestaub“ feierte am 19. März 2017 Premiere im Cineplex Kino in Mannheim. In einem Interview berichten die Beteiligten von ihren Erfahrungen.

Man nehme ein 13-köpfiges Team aus Studierenden der SRH Hochschule Heidelberg der Studiengänge Crossmedia Design und Virtuelle Realitäten mit dem Schwerpunkt Film, schreibe ein kreatives Drehbuch und leihe sich von der Hochschule das moderne Filmequipment aus. Um Schauspieler zu finden, starte man einen Aufruf in sozialen Netzen und finde dort zwei der vier Hauptdarsteller und einen Komponisten. Und schon kann der Dreh starten. Am Ende steht ein Kurzfilm mit der lehrreichen Aussage: Nur wir selbst haben in der Hand, was wir aus unserem Leben machen. Nur wir können entscheiden, wie bunt wir unseren Alltag gestalten.

Die Kernbotschaft, die der Kurzfilms „Kreidestaub“ vermitteln möchte, trifft vermutlich auf viele Menschen zu. Sarah Schmidt hat die Macher des Projekts gefragt, welchen Herausforderungen sie sich gegenüber sahen und was ihnen für den Film wichtig war.

Kreidestaub ist für euch der erste Film im Studium, den ihr eigenverantwortlich dreht. Bei jedem Dreh gibt es Herausforderungen. Welche waren das bei euch? Wie seid ihr damit umgegangen?

Christoph Dengler: Natürlich gibt es bei so einem recht großen Projekt auch viele Herausforderungen und Stolpersteine. Anfangs war unsere größte Herausforderung erstmal die gesamte Organisation. Dazu zählte die Verteilung aller anfallenden Jobs, die Suche nach Sponsoren und Schauspielern, sowie der Ausstattung und Requisite. Auch musste das Drehbuch nochmal verbessert werden, was seine Zeit gedauert hat und wir waren dann erst bei Version 10 zufrieden. Unsere Gruppe bestand aus 13 Personen, was oft auch zu Diskussionen geführt hat, bis die Hierarchien und Verantwortlichkeiten feststanden. Da nur ein Teil des Kurses den Studienschwerpunkt Film studiert, war das für einige das erste Mal, dass sie bei einem Filmprojekt mitgearbeitet haben. All dies und die sehr kurze Vorbereitungszeit hat dann zu den Hauptherausforderungen gezählt.

Auch wenn es hin und wieder ziemlich stressig war – bevorzugt ihr unterm Strich dieses Projekt oder eine normale Vorlesung über die Filmproduktion?

Christoph Dengler: Uns hätte ein klein wenig mehr Theorie zum Thema Filmproduktion im Voraus nicht geschadet. Die praktische Erfahrung, die wir während der Arbeiten gesammelt haben, ist jedoch unerlässlich und um einiges lehrreicher als reine Theorie. Ein ausgewogener Mix von beiden wäre sicher ideal.

Wie wurde eure Leistung in dem Projekt gemessen? Standardisierte Verfahren können hier wohl kaum eingesetzt werden?

Christoph Dengler: Innerhalb eines so praxislastigen Projekts ist es sehr schwierig, eine objektive Leistungsmessung vorzunehmen. Neben einem Bericht über die täglichen Aufgaben, den wir anfertigen müssen, geht natürlich auch das Endergebnis in die Bewertung mit ein. Unser Dozent Adrian Yass war regelmäßig bei den Arbeiten dabei und konnte sich so ein besseres Bild unserer Arbeitsabläufe machen.

Wenn ihr euch in die Lage eures Dozenten versetzen müsstet – welche Bewertung würdet ihr euch selbst geben? Seid ihr zufrieden mit eurer Arbeit? Glaubt ihr Kreativität lässt sich benoten?

Christoph Dengler: Im Allgemeinen sind wir sehr zufrieden mit unserer Arbeit. Es fällt uns jedoch schwer, eine eindeutige Bewertung zu geben, und wir sind auch recht froh, dass das nicht unsere Aufgabe ist. Kreative Arbeit wird grundsätzlich immer sehr subjektiv wahrgenommen, jedoch gibt es auch im Film Regeln, die man beachten sollte. Da hat unser Dozent Erfahrungswerte, die er in die Bewertung mit einfließen lassen kann.

Was glaubt ihr, wo euch der Film Kreidestaub hinführen wird und welche Türen er euch öffnet?

Christoph Dengler: Zuallererst ist uns die Botschaft des Films wichtig. In jedem von uns steckt mehr als man vielleicht selbst sieht. Die Möglichkeit so ein Projekt machen zu können, hilft jedem von uns – und wenn es auch nur schön in der Bewerbung aussieht. Vor allem für diejenigen von uns, die es in die Filmbranche zieht, ist dieser Film möglicherweise ein wichtiger Schritt und öffnet Türen für dieses umkämpfte Metier. Außerdem wollen wir den Kurzfilm bei verschiedenen Filmwettbewerben einreichen, um ein größtmögliches Publikum zu erreichen.

Das Interview führte Sarah Schmidt.

Der Kurzfilm Kreidestaub

Der Kurzfilm Kreidestaub feierte am 19. März 2017 seine Premiere im Kino „Cineplex“ in Mannheim. Im Rhein-Neckar Fernsehen wird der Film zudem an folgenden Sendeterminen ausgestrahlt:

Mittwoch, 05. April, 20:45 Uhr
Samstag, 15. April, 22:45 Uhr
Sonntag, 23. April, 14:15 Uhr

Weitere Informationen zum Film gibt es hier.
Hier geht's zum Trailer. 

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