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Pressemitteilung

Motorik und Kognition bei Schizophrenie – ein Zusammenhang?

Die SRH Hochschule Heidelberg sucht gesunde Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 65 Jahren für ein physiotherapeutisches Forschungsprojekt.

Bei geriatrischen und neurologischen Erkrankungen ist der Zusammenhang zwischen motorischen und geistigen Fähigkeiten bereits gut erforscht und belegt: Dass man vergesslich wird bei einer Demenz, wissen die meisten. Aber auch der Gang verschlechtert sich häufig. Bei psychiatrischen Krankheitsbildern wie beispielsweise der Schizophrenie liegt dieser Zusammenhang nicht ganz so nahe. In einem aktuellen Forschungsprojekt an der SRH Hochschule Heidelberg „MOKO Motorik und Kognition bei Menschen mit Schizophrenie“ wird dieser Zusammenhang nun detailliert wissenschaftlich erforscht. Dazu suchen die Wissenschaftler noch Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, die psychisch und neurologisch gesund sind.

Schizophrenie – bei dieser Erkrankung leiden die Betroffenen z.B. unter Wahnvorstellungen, Störungen des Denkens und des Fühlens. „Erste Tests zeigen, dass tatsächlich ein Zusammenhang besteht. Die Balancefähigkeit bei Menschen mit Schizophrenie scheint schlechter als bei der Kontrollgruppe zu sein“, sagt Maren Haselwander, Dozentin an der Fakultät für Therapiewissenschaften der SRH Hochschule Heidelberg. Die Physiotherapeutin und Psychologin koordiniert das Forschungsprojekt, eine Kooperation mit dem SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach und ein Promotionsprojekt am Universitätsklinikum Heidelberg. „Physiotherapie wäre also ein hilfreicher Behandlungsansatz“, weiß Haselwander.

Um den Zusammenhang wissenschaftlich zu erforschen, müssen die Daten mit Werten von gesunden Personen verglichen werden. Mithilfe der gewonnenen Erkenntnisse könnten bewegungsbasierte Therapiemethoden zur Verbesserung der geistigen Fähigkeiten für jene Personen entwickelt werden, die an psychiatrischen Erkrankungen leiden. Die Testung an der SRH Hochschule Heidelberg in der Maria-Probst-Str. 3 dauert ca. 3,5 Stunden und umfasst eine persönliche Befragung, einen Gleichgewichtstest und eine Ganganalyse. Zudem werden die kognitiven Leistungen getestet. Ein Ethikvotum liegt vor, alle Daten werden pseudoanonymisiert gespeichert. Teilnehmer der Studie erhalten neben einer Aufwandsentschädigung in Höhe von zehn Euro eine Rückmeldung über ihre kognitiven Fähigkeiten und ihre Balancefähigkeit. Im Falle einer Beeinträchtigung wird ein Übungsprogramm zusammengestellt.

Anmeldemöglichkeiten zur Studie: www.hochschule-heidelberg.de/de/forschung/projekte;E-Mail: maren.haselwander@srh.de; Tel.: 06221-8223025

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