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„Ohne das Stipendium wäre die Finanzierung des Studiums für mich schwierig gewesen.“

Lee studiert VR - Game Development an unserer Hochschule. Zu Beginn ihres Studiums hatte sie sich für ein Deutschlandstipendium beworben – und die Zusage dafür bekommen. Was es für sie bedeutet, erklärt sie in diesem Interview.

Liebe Lee, du hast gerade dein Studium „Virtuelle Realitäten“ mit Schwerpunkt Game Development begonnen und direkt ein Stipendium bekommen, genauer gesagt, ein Deutschlandstipendium. Damit bekommst du jeden Monat 300 € für dein Studium ausgezahlt, zur Hälfte aus dem Bundeshaushalt und zur Hälfte von einem Unternehmen. Wie hast du dich denn für dieses Stipendium beworben?

Zunächst habe ich bei der SRH nachgefragt und mich erkundigt, wie ich was bei wem einreichen soll. Nachdem ich das in Erfahrung bringen konnte – kurz gefasst: Lebenslauf, Motivationsschreiben, Zeugnisse, Referenzschreiben von einem meiner Lehrer und ein paar andere Zertifikate von Wettbewerben, an denen ich teilnehmen konnte – musste ich nur noch alles in einem Dokument zusammenfassen und abschicken. Das klingt jetzt sehr technisch, war es aber nicht wirklich: Ich musste meine Motivation zeigen, dass  ich mir mit diesem Studium wirklich Mühe geben werde und dass es das richtige für mich ist.

Das klingt recht einfach. Aber auch die Begabung spielt bei der Vergabe des Stipendiums eine Rolle. Wie musstest du denn deine Begabung nachweisen? Waren die Anforderungen sehr hoch?

Ich konnte meine Fähigkeiten vor allem mit Zertifikaten zeigen: Das Referenzschreiben meines Lehrers aus der schuleigenen Robotik-AG war dabei wohl das Wichtigste, vermute ich. Hinzu kamen einige Zertifikate von Robotik-Wettbewerben und Messen, an denen ich über die Jahre teilgenommen hatte. Ehrlich gesagt war ich sehr unsicher, ob das reichen würde. Was heißt schließlich „begabt“? Mit einem Abi-Schnitt von 2,2 war ich mir dann doch wirklich unsicher. Aber für mich hat Begabung viel mit Motivation zu tun, also hab ich es einfach versucht und mich beworben.

Und der bürokratische Aufwand?

Bürokratisch gesehen war der ganze Antrag sehr simpel: Ich habe meine Bewerbung abgeschickt und bekam auch kurz darauf die Antwort, dass sie eingegangen sei. Dann ging natürlich erstmal das Warten los – schließlich endet die Auswahl-Phase erst Anfang September und die Zeit bis dahin war schwer auszuhalten. Ich habe wahrscheinlich jeden zweiten Tag erwartungsvoll in mein Postfach geschaut!

Schließlich kam dann die Mail mit der Nachricht: „Herzlichen Glückwunsch, Sie sind angenommen!“ und natürlich habe ich mich darüber unbändig gefreut! Nach den ersten paar Freudenschreien hab ich dann natürlich die ganze Mail noch einmal gelesen. Die Bestätigung war auch sehr simpel: Ich bekam einen Vertrag in zweifacher Ausführung zugeschickt, den ich unterschrieben zurückschicken sollte, in dem alles klar ausgemacht ist, deutlich und ziemlich einfach zu verstehen.

Dein Ansprechpartner
Prof. Dr.-Ing. Daniel Görlich

Fakultät für Information, Medien und Design | Professor | Studiengangsleiter Virtuelle Realitäten (B.Sc.)

daniel.goerlich@srh.de +49 (0)6221-6799-206
Lee (rechts), Studentin Virtuelle Realitäten mit Schwerpunkt Game Development, erhielt ihre Urkunde für das Deutschlandstipendium.

"Insgesamt kann ich nur sagen, wie glücklich ich über die Möglichkeiten bin, die mir das Stipendium bietet! Ohne diese Unterstützung könnte ich mir wohl keine Lebenshaltungskosten leisten und somit auch nicht studieren, denn einen Job zu haben, während ich täglich bis etwa 17 Uhr in der Uni bin, gestaltet sich tatsächlich schwierig. Ich habe es gleich zu Beginn des Studiums versucht, als Aushilfe, und es wurde nichts."

Welche Tipps hast du für Kommiliton:innen, die sich überlegen, sich auch für das Stipendium zu bewerben?

Versucht es! Das ist mein erster Ratschlag. Egal, ob die kleine gemeine Stimme in eurem Kopf sagt, dass es eh nicht reicht – ignoriert die Stimme, zeigt eure Motivation und euer Können und versucht es! Mehr als eine Absage kann im schlimmsten Fall nicht passieren, doch im besten Fall habt ihr ein Stipendium und 300 € im Monat.

Mein zweiter Ratschlag ist: Holt euch Referenzschreiben von Lehrern. Über ein Kunstprojekt, dass ihr gehalten habt oder von eurem Mathelehrer, den ihr im Leistungskurs im Abitur hattet. Sucht euch mindestens einen Lehrer, einen Chef, bei dem ihr in Ausbildung wart, oder einen anderen Mentor, mit dem ihr euch gut versteht, und bittet ihn oder sie um ein Schreiben.

Mein dritter und finaler Ratschlag ist: Macht euch nicht verrückt! Es dauert, bis ihr eine Antwort bekommt, immer – also keine Sorge, wenn es sich wirklich über Wochen und Monate bis zum September hinzieht! So geht es uns allen.

Zuletzt noch ein kleiner Fakt, der nicht allen klar ist: Das Stipendium ist unabhängig vom Einkommen eurer Eltern. Also versucht es! Ihr habt nichts zu verlieren, aber so viel zu gewinnen. Ihr schafft das

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